Die Heizungsförderung wird umgebaut — und ein Fenster schließt am 20. Juli
Am Abend des 8. Juli hat die KfW ihr Antragsportal abgeschaltet. Dahinter steckt kein offener Förderstopp, sondern ein Umbau mit hartem Fahrplan: Bis zum 20. Juli gelten für Kunden mit bestehender Antragsbestätigung noch die alten, besseren Konditionen. Ab dem 21. Juli greifen die neuen.
Letzte Frist, um mit bestehender BzA noch zu den bisherigen Sätzen zu beantragen.
Der Fahrplan
Vier Stichtage. Der einzige, der jetzt zählt, ist der 20. Juli — er entscheidet, wer noch die alten Sätze bekommt.
- Bereits erteilte Zusagen bleiben gültig, die Mittel sind reserviert.
- Eingereichte, noch nicht zugesagte Anträge werden nach den alten Regeln geprüft und bei Erfüllung wie gehabt zugesagt.
- Eine BzA ist noch kein Bescheid — aber sie ist der Schlüssel zum Vertrauensschutz bis 20.07. [KfW-PM 900928]
Was sich am 21. Juli ändert
Die Grundförderung bleibt. Gekürzt werden der Tempo-Bonus und der Förderdeckel — und Letzterer sinkt ab 2027 dauerhaft weiter.
| Stellschraube | bisher | ab 21.07.2026 |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | 30 % unverändert |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | 16 % −4 Pp |
| Einkommensbonus — bis 30.000 € | 30 % | 40 % +10 Pp |
| Einkommensbonus — bis 40.000 € | 30 % | 30 % unverändert |
| Einkommensbonus — bis 50.000 € | 0 % | bis 10 % neu |
| Förderfähige Höchstkosten (1. WE) | 30.000 € | 28.000 € −2.000 € |
| Familienzuschlag | — | neu eingeführt |
Quelle: KfW-Pressemitteilung 900928 + BMWE-PM „Reform der Gebäudeförderung" (08.07.2026). Klimageschwindigkeitsbonus-Kürzung um 4 Pp durch den BWP bestätigt.
- Der Förderhöchstbetrag von 28.000 € sinkt erstmals am 01.02.2027 und danach halbjährlich (jeweils 01.02. und 01.08.) um 750 €. [KfW-PM 900928]
- Übersetzt: je später der Antrag, desto weniger Geld — gesetzlich fixiert, nicht verhandelbar.
Wie die Branche reagiert
Der Ton ist scharf — und liefert unfreiwillig die beste Vorlage fürs Kundengespräch.
„Die Kürzungen gehen an die Grenze dessen, was der Wärmepumpenmarkt verkraften kann."
Warnt zugleich, dass sie Kaufentscheidungen zurück zu fossilen Heizungen kippen könnten — und fordert die im Koalitionsvertrag zugesagte Strompreis-Entlastung als Ausgleich.
Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpe (BWP) [waermepumpe.de, 08.07.]
„Kürzung statt Verlässlichkeit — mehr Unsicherheit und weniger Vertrauen."
SHK-Fachpresse zum kurzfristigen Beschluss [SI-SHK / SBZ, 08.07.]
Was jetzt zu tun ist
Die Förderung ist nicht mehr der Hebel — sie sinkt für alle. Wer die verbleibenden Aufträge holt, entscheidet sich jetzt am Vertrieb: Wie schnell reagiert der Betrieb, wie konsequent fasst er nach, wie viele Anfragen werden zu Terminen. Drei Schritte:
Bis 20.07.: Kunden mit gültiger BzA sofort einreichen
Wer eine Bestätigung hat, verliert am 21.07. bares Geld. Rufen Sie Bestandskunden und offene Angebote heute aktiv an — nicht mailen. Das ist echte Dringlichkeit, kein Verkaufstrick.
Ab 21.07.: „Je später, desto weniger" ehrlich nutzen
Die halbjährliche Degression ab Februar 2027 ist gesetzlich fix. Damit wird Aufschieben messbar teuer — Ihr stärkstes Argument gegen die „ich warte mal ab"-Lähmung Ihrer Kunden.
Bei Besserverdienern das Argument verschieben
Über 50.000 € Einkommen sinkt die Quote auf 46 %. Reden Sie hier weniger über die Förderung — mehr über Betriebskosten, Autarkie und den angekündigten niedrigeren Strompreis.
Alle drei Schritte scheitern am selben Engpass: ein Vertrieb, der zu langsam reagiert und zu selten nachfasst. Genau das richten wir ein — Anfragen automatisch qualifiziert, jeder Lead zuverlässig nachgefasst, mehr Termine aus denselben Anfragen.
Digitalisierungsgespräch vereinbaren →- Alle Angaben auf Basis der amtlichen Quellen (KfW, BMWE, BWP), Stand 09.07.2026 — ohne Gewähr, keine Förder- oder Rechtsberatung.
- Die genaue Förderhöhe im Einzelfall (Gesamt-Deckelung, Familienzuschlag) richtet sich nach der offiziellen BEG-Förderkondition — maßgeblich sind allein die Veröffentlichungen von KfW und BMWE.
