Klima-Sommer 2026: Der Handel ist ausverkauft — jetzt verkauft dein Terminkalender
Die Rekord-Hitzewelle im Juni hat die Klima-Nachfrage explodieren lassen — Baumärkte leergekauft, gut drei Monate Wartezeit beim Fachbetrieb. Auf den Geräte-Engpass solltest du nicht bauen, dein echter Vorsprung ist rechtlich: An den Kältekreis von R32-Anlagen darf ohne Zertifikat niemand. Hier steht, wie du den Ansturm in planbaren Umsatz übersetzt.
Die Juni-Hitzewelle brach an 467 von 488 DWD-Stationen Temperatur-Rekorde — und machte die Klimaanlage zum Massenwunsch.
Die Geräte werden wieder lieferbar. Was knapp bleibt: Betriebe, die montieren dürfen und Termine frei haben.
Dein Spielzug: Termine geben, Wartungsverträge anhängen, Förderung als Abschluss-Hebel nutzen.
- Der Rekord-Juni hat die Klima-Nachfrage vervielfacht. Der Handel ist leergekauft, die Wartezeit beim Fachbetrieb liegt bei gut drei Monaten.
- Selbstbau-Geräte ersetzen dich nicht: Am Kältekreis von R32-Anlagen darf nur zertifiziertes Fachpersonal arbeiten. Die DIY-Welle von heute ist dein Servicegeschäft von morgen.
- Mach den Hitze-Ansturm planbar: Wartungsvertrag in jedes Angebot, KfW-Förderung als Abschluss-Hebel — 30 % Grundförderung, mit Boni bis 70 %. Die BAFA-Gewerbeförderung endet am 31.12.2026.
- Denk über den Sommer hinaus: Die Zahl der Heißen Tage hat sich seit den 1950ern verdreifacht, die Klimamodelle sagen mehr davon voraus. Marketing jetzt hochdrehen — viele Kunden wollen ohnehin erst spät im Jahr einbauen. Klima ist eine feste Sparte, kein Sommergeschäft.
Die BAFA-Kälte-Klima-Richtlinie endet am 31.12.2026 und wird nicht verlängert — Anträge deiner Gewerbekunden sind nur noch bis dahin möglich.
Der Rekord-Juni hat den Schalter umgelegt
Vom 18. bis 28. Juni lag Deutschland unter einer Rekord-Hitzewelle — die 40-Grad-Marke fiel dabei mehrmals.1
An 467 von 488 DWD-Stationen fielen Temperatur-Rekorde.2 So einen Juni gab es noch nie.
Höchstwert
Das Fenster schließt sich
Die Nachfrage folgte sofort. Unsere Auswertung der Google-Trends-Rohdaten zeigt: Der Suchindex für „mobile Klimaanlage kaufen“ sprang binnen einer Woche von 8 auf den Höchstwert 100.3 Mitte Juli lag er wieder bei 11.4 Das Fenster ist offen — aber es schließt sich mit dem Wetter.
Bei den Herstellern kommt das an: Daikin meldet für Privathaushalte über 300 Prozent mehr Nachfrage als im Vorjahreszeitraum.5
Und der Wunsch bleibt: 24,9 Prozent der Deutschen planen den Kauf einer Klimaanlage — vor einem Jahr waren es 13,8 Prozent.6
Ausverkauft ist der Handel — dein Engpass ist der Kalender
Die Baumärkte waren zuerst leer. Am 23. Juni hatten noch drei von über 1.100 Baumarkt-Filialen die Midea PortaSplit vorrätig.7
Der übrige Handel sah kaum besser aus. Hornbach führt mobile Klimageräte gar nicht mehr, bei Expert sind viele Geräte ausverkauft.8 Auf Kleinanzeigen wurden PortaSplits durchweg vierstellig gehandelt, Mietangebote lagen bei 350 Euro pro Woche.9
Verlass dich aber nicht darauf, dass das so bleibt. Angeblich sind rund 200.000 PortaSplit-Geräte auf dem Weg nach Europa — die Zahl stammt aus einem chinesischen Portal und ist von Midea Deutschland nicht bestätigt.10 Der Geräte-Engpass kann also in Wochen vorbei sein.
Der Engpass, der bleibt, bist du. Die durchschnittliche Wartezeit für den Klimaanlagen-Einbau liegt laut VDKF bei gut drei Monaten.11
Gleichzeitig hat die Branche Platz im Auftragsbuch. Die Auftragsreichweite im SHK-Handwerk ist auf 11,5 Wochen gefallen — rund vier Wochen weniger als im Vorjahr.12
Die Branche ist dabei gespalten: Rund 44 Prozent der Betriebe arbeiten an oder über der Kapazitätsgrenze.13 Der Rest hat Luft — und kann den Klima-Ansturm jetzt nehmen.
Für 2026 gibt es noch keine Verbands-Stückzahl zum Klimagerätemarkt — geprüft bei FGK, BDH und VDKF, Stand 19.07.2026.14
Die jüngste Verbandszahl stammt aus 2025: Der Absatz von Raumklimageräten stieg von rund 260.000 Stück im Jahr 2023 auf 320.000 im Jahr 2025.15
Dein Schutzwall: Ohne Zertifikat darf keiner an den R32-Kältekreis
Split-Klimaanlagen mit dem Kältemittel R32 darf der Handel nur an Endkunden verkaufen, wenn der Nachweis vorliegt, dass ein zertifiziertes Unternehmen installiert.16 Das ist kein Papiertiger. Das ist dein Schutzwall.
In Deutschland heißt das konkret: Die Person braucht eine Sachkundebescheinigung, der Betrieb ein Unternehmenszertifikat.17 Wer ohne am Kältekreis arbeitet, riskiert ein Bußgeld bis 50.000 Euro.18
Du bist SHK- oder Elektro-Betrieb ohne Kälteschein? Die Sachkundebescheinigung gibt es über zertifizierte Lehrgänge — etwa an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik oder über die Handwerkskammern. Das Unternehmenszertifikat beantragt dein Betrieb im Anschluss. Der Schutzwall steht also auch dir offen — er kostet Vorlauf, und genau deshalb lohnt er sich: Wer ihn hat, hat ihn.
Die Verbraucherzentrale schickt Endkunden aktiv zu dir: Split-Geräte dürfen nur von Klima- und Kältetechnik-Fachpersonen installiert werden.19 Und die Fachverbände BIV, VDKF und FGK gehen öffentlich gegen Verkäufe ohne Installations-Nachweis vor — ein Hinweis im Kleingedruckten des Händlers genügt ihnen nicht.20
„Aber die PortaSplit darf doch jeder aufbauen?“ Stimmt — ihr Kältekreis ist ab Werk versiegelt.21 Doch Midea selbst zieht die Grenze: Am Kältemittelkreislauf darf nur zertifiziertes Fachpersonal arbeiten, und wer das Gerät dauerhaft installieren will, muss einen qualifizierten Installateur beauftragen.22
Gegen das Baumarkt-Gerät gewinnst du das Beratungsgespräch mit der Physik. Mobile Monoblöcke brauchen für dieselbe Kühlleistung bis zu siebenmal mehr Strom als fest installierte Geräte.23 Schon zwei Wochen Monoblock-Testbetrieb kosteten 53 bis 67 Euro Strom — umgerechnet mit 40 Cent pro Kilowattstunde.24
Und der Unterschied ist spürbar: Das beste Split-Gerät kühlt einen 14-m²-Raum in unter fünf Minuten von 30 auf 24 Grad.25 Monoblöcke brauchen für dieselbe Aufgabe 30 bis 45 Minuten.26
Die DIY-Welle von heute ist dein Servicegeschäft von morgen
In diesem Sommer haben Laien massenhaft Geräte selbst aufgestellt. Ein Teil davon wird Probleme machen. Und jedes Problem endet beim Fachbetrieb.
Der Klassiker ist das Kondenswasser. Bosch nennt als häufigste Störungsursache den geknickten oder verstopften Kondensatschlauch — und als typischen Installationsfehler den Ablaufschlauch ohne ausreichendes Gefälle.27 Unentdeckt durchfeuchtet das Wasser Wände, Decken und Böden — bis hin zu Bauschäden und Schimmel.28 Boschs eigene Empfehlung in dem Fall: den zertifizierten Fachbetrieb rufen.28
Bei der PortaSplit muss der Nutzer das Kondenswasser selbst ableiten oder auffangen.29 Balkon, Fassade, Nachbars Markise: Genau da sitzt das Fehlerpotenzial.
Dein Werkzeug dafür heißt Wartungsvertrag. Marktüblich kostet eine Klimaanlagen-Wartung circa 100 bis 400 Euro pro Termin, plus gegebenenfalls Anfahrt.30 Als Intervall-Anker gilt nach VDI 6022: mit Befeuchter alle zwei Jahre, ohne alle drei — bei intensiver Nutzung jährlich.31
Der Verband bestätigt die Mechanik: Investitionen in Heizungen und Bäder bleiben vielfach aus — stabil bleibt ausdrücklich das Kundendienst- und Wartungsgeschäft.32 Jeder Einbau mit Wartungsvertrag macht aus dem Hitze-Ansturm planbaren Jahresumsatz.
Bei Gewerbekunden schreibt das Gesetz Termine sogar vor. Klimaanlagen mit mehr als 12 Kilowatt Kälteleistung brauchen eine energetische Inspektion.33 Anlagen ab 5 Tonnen CO2-Äquivalent Kältemittel-Füllmenge müssen alle 12 Monate auf Dichtheit kontrolliert werden.34 Und nach jeder Leckage-Reparatur muss eine zertifizierte Person die Anlage innerhalb eines Monats nachprüfen.35
Die typische Single-Split-Anlage liegt UNTER der Schwelle der Pflicht-Dichtheitskontrolle: Bei R32 beginnt die Pflicht erst ab 7,41 Kilogramm Füllmenge.36 Verkauf Wartung also nicht mit „gesetzlicher Prüfpflicht“. Verkauf sie mit Effizienz, Lebensdauer und Ruhe.
Dass die Herstellergarantie ohne Fachbetriebs-Inbetriebnahme sofort erlischt, sagt bislang nur ein Händler-Blog.37 Für „die Versicherung zahlt bei Eigeninstallation nicht“ gibt es keinen Versicherer-Beleg — formuliere das beim Kunden als offene Frage („Klär das mit deinem Versicherer“), nie als Fakt.
Wartungsvertrag als festen Bestandteil in jedes Klima-Angebot schreiben — mit Preis und Intervall.
Eine Pauschale für selbst aufgestellte Geräte definieren: Kondensat-Check, Sichtprüfung, Einweisung.
Gewerbekunden mit Anlagen über 12 Kilowatt auf die Inspektionspflicht nach GEG § 74 ansprechen.
Förderung: der Abschluss-Hebel — ehrlich gerechnet, mit Deadline
Ein Split-Klimagerät mit Heizfunktion ist technisch eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Und die KfW führt genau so ein Multisplit-System als förderfähiges Heizsystem in ihrer eigenen Beispielrechnung.38
Aber rechne deinem Kunden die Förderung ehrlich vor. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten.39 Dazu kommen 20 Prozent Heizungstausch-Bonus (KfW: „Klimageschwindigkeitsbonus“). Den gibt es nur beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung — oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung. Und nur für Selbstnutzer.40 Und 30 Prozent Einkommensbonus — nur für Selbstnutzer mit maximal 40.000 Euro Haushaltsjahreseinkommen.40 Bei 70 Prozent ist immer Schluss.41
= 9.000 € beim EFH
= max. 21.000 € beim EFH
In Euro: Beim Einfamilienhaus sind Kosten bis 30.000 Euro anrechenbar.42 Der Grundfall ohne Boni bringt 9.000 Euro Zuschuss.43 Nur mit beiden Boni werden daraus bis zu 21.000 Euro.44 Die KfW-eigene Multisplit-Beispielrechnung endet bei 17.500 Euro Zuschuss.45 Versprich im Verkaufsgespräch also nie den Maximalfall — rechne vom Grundfall aus und lege die Boni nur auf, wenn die Bedingungen wirklich passen.
Wichtig für die Rollenverteilung: Der Zuschuss 458 richtet sich an Privatpersonen — den Antrag stellt dein Kunde als Eigentümer, nicht dein Betrieb.46 Dein Part: ein Gerät anbieten, das auf der BAFA-Liste der förderfähigen Wärmeerzeuger steht.47
Für Gewerbekunden tickt eine Uhr: Die BAFA-Kälte-Klima-Richtlinie endet am 31.12.2026 und wird nicht verlängert.48 Split-Geräte sind dort nur mit bestimmten Kältemitteln förderfähig, etwa Propan R290.49 Antragsberechtigt sind Unternehmen, Kommunen und Einrichtungen — Privatpersonen nicht.50 Eine Frage bleibt offen: Ob die Antragstellung bis zum 31.12.2026 genügt, wenn der Einbau erst 2027 erfolgt, beantwortet die BAFA-Seite nicht — kläre den Bewilligungszeitraum vor jeder Zusage direkt mit dem BAFA.
R290 ist ohnehin die Richtung. Ab dem 1. Januar 2029 dürfen Luft-Luft-Splitsysteme bis 12 Kilowatt mit F-Gasen ab einem GWP von 150 nicht mehr in Verkehr gebracht werden.51 R32 liegt mit einem GWP von 675 klar darüber.52 Wichtig für deine Kunden: Das ist ein Verbot für das Inverkehrbringen neuer Geräte, kein Betriebsverbot — bereits installierte R32-Anlagen laufen weiter, und du darfst sie weiter warten. Bis dahin darfst du R32-Geräte auch ganz normal verkaufen und einbauen.53
Und eine ehrliche Grenze: Die Zertifikats-Verkaufssperre aus dem Schutzwall-Kapitel gilt nur für F-Gas-Geräte wie R32-Anlagen. Propan (R290) ist kein F-Gas — dort greift diese Sperre nicht, es gelten eigene Sicherheitsregeln für brennbare Kältemittel. Dein Vorsprung wandert also mit dem Sortiment: von der Zertifikatspflicht zum Können im Umgang mit Propan.
Aussicht: Das war keine Ausnahme — plane die nächsten Hitzesommer ein
Behandle den Klima-Sommer nicht wie ein Trendthema, das im Herbst stirbt. Die Zahl der Heißen Tage über 30 Grad hat sich in Deutschland seit den 1950er Jahren verdreifacht — von etwa vier auf derzeit durchschnittlich zwölf pro Jahr.54
2025 lag erneut weit über der alten Normalität: über 150 Prozent mehr Heiße Tage als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990.55 Und der Juni 2026 hat die Skala gesprengt: Die 40-Grad-Marke wurde 73 Mal überschritten — fast doppelt so oft wie in den Jahren 1983 bis 2022 zusammen.56
verdreifacht
Die Spitzenjahre häufen sich
„Wir sehen bereits heute, dass Hitzewellen heißer werden und länger andauern“ — deutlicher als Tobias Fuchs, DWD-Vorstand Klima und Umwelt, sagt es eine Bundesbehörde nicht.57 Die Klimamodelle rechnen für Deutschland mit noch mehr Heißen Tagen und länger anhaltenden Hitzeperioden.58
Der Markt läuft dem längst hinterher — auch ohne Hitzewelle: Die Produktion von Klimageräten in Deutschland stieg von rund 181.000 Stück im Jahr 2019 auf rund 317.000 Stück im Jahr 2024 — ein Plus von gut 75 Prozent, lange vor diesem Sommer.59
Für dein Marketing heißt das: jetzt hochdrehen, nicht runterfahren — auch wenn die Suchwelle abebbt. Viele Kunden, die jetzt anfragen, kommen ohnehin erst spät im Jahr dran: Bei gut drei Monaten Wartezeit wird aus dem August-Auftrag ein Einbau im November. Und die Branche schickt Käufer selbst in die Nebensaison: Martin Krutz, Geschäftsführer von Daikin Germany, empfiehlt, Planung und Beauftragung in Herbst, Winter und Frühjahr zu legen.60
Wer jetzt sichtbar bleibt, gewinnt also zweimal: die Nebensaison-Einbauten aus der aktuellen Welle — und die Pole-Position für die nächste. Beim nächsten Rekord-Juni entscheidet sich in Tagen, wessen Telefon klingelt. Klima ist ab jetzt eine feste Sparte deines Betriebs, kein Sommergeschäft.
Positioniere den Klima-Vertrieb als Dauerangebot, nicht als Saisonaktion:
- Marketing nicht mit der Hitzewelle beenden, sondern die Botschaft umstellen: „Jetzt anfragen, entspannt im Herbst einbauen — vor dem nächsten Sommer fertig.“
- Anfragen, die dieses Jahr nicht mehr drankommen, nicht absagen — mit festem Nebensaison-Termin binden.
- Klima als eigene Rubrik auf Website und Google-Unternehmensprofil verankern — vor dem nächsten Hitzesommer, nicht währenddessen.
Dein Fahrplan: Das Fenster ist jetzt offen
Klimageschäft ist Saisongeschäft. Die zertifizierten Fachbetriebe sind für die Sommersaison bereits stark ausgelastet — im Herbst, Winter und Frühjahr sind wieder mehr Einbautermine frei.61 Verkauft wird die Kühlung aber, solange es heiß ist.
Der Sommer ist wahrscheinlich nicht durch. Der DWD nennt für einen wärmeren Spätsommer eine Wahrscheinlichkeit von 71 Prozent — bei ausdrücklich geringer Vorhersagequalität.62 Plane nicht mit der Prognose. Plane mit den Anfragen, die schon in deinem Postfach liegen.
Auf dem Radar für Gewerbekunden: Der Bundestag berät über verpflichtenden Hitzeschutz am Arbeitsplatz. Vier Anträge wurden am 25.06.2026 in die Ausschüsse überwiesen — beschlossen ist davon nichts.63 Sollte daraus eine Pflicht werden, wird Kühlung im Betrieb vom Komfort zum Arbeitsschutz.
Der Druck dahinter ist real. Die Arbeitsunfähigkeitstage wegen Hitze und Sonnenlicht stiegen auf ein Rekordhoch von über 90.000.64 Und nur 53 Prozent der Betriebe haben überhaupt eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt.65 Gewerbekunden sind für Kühlung gerade so ansprechbar wie nie.
Diese Woche: offene Klima-Anfragen zurückrufen
Jede Anfrage aus Juni und Juli ist noch warm. Wer überall drei Monate Wartezeit hört, bleibt bei dem Betrieb, der ihm als Erster einen Termin und einen Plan gibt.
Jedes Angebot: Wartungsvertrag fest einbauen
Nicht als Option, sondern als Bestandteil. So wird aus dem Hitze-Ansturm planbarer Jahresumsatz.
Privatkunden: Heizfunktion mitverkaufen
Split-Geräte mit Heizfunktion aus dem BAFA-Wärmeerzeuger-Portal anbieten und den Kunden auf den KfW-Zuschuss 458 hinweisen — den Antrag stellt er selbst als Eigentümer. Und die Förderung ehrlich rechnen: 30 % Grundförderung sind sicher, die Boni bis 70 % nur unter Bedingungen.
Gewerbekunden: die BAFA-Frist 31.12.2026 spielen
R290-Geräte anbieten und aktiv auf das Ende der Kälte-Klima-Richtlinie hinweisen — Anträge stellt dein Kunde nur noch bis zum 31.12.2026.49 Den Bewilligungszeitraum für Einbauten nach 2026 vorher mit dem BAFA klären.
Wenn du nur eins mitnimmst
Ruf diese Woche jede offene Klima-Anfrage zurück — mit festem Termin und Wartungsvertrag im Angebot. Die Suchwelle ist abgeebbt, die Kaufabsicht nicht.
Wenn in einer Hitzewoche mehr Anfragen reinkommen, als dein Büro zurückrufen kann, verlierst du Aufträge an den Kalender — im Digitalisierungsgespräch zeigen wir dir, wie Klima-Betriebe Anfragen automatisch qualifizieren, Termine vergeben und Wartungsverträge nachfassen.
Digitalisierungsgespräch vereinbaren →Stand 19.07.2026. Dieses Briefing ist eine allgemeine Markt- und Rechtsinformation, keine Rechts- oder Steuerberatung. Rechtsstand und Marktzahlen ändern sich — prüfe vor jeder Zusage an deinen Kunden die dann geltende Fassung auf gesetze-im-internet.de.
Die Ziffern in eckigen Klammern im Text verweisen auf diese Belege. ↗ öffnet die Primärquelle, ↩ springt zurück in den Text.
- Quelle: DWD, Bericht zur Hitzewelle Juni 2026, Stand 13.07.2026, Werte messtechnisch abschließend geprüft ↗ DWD 13.07.2026 ↩
- Quelle: DWD, Bericht zur Hitzewelle Juni 2026, S. 6 ↗ DWD 13.07.2026 ↩
- Quelle: Google Trends, „mobile Klimaanlage kaufen“ (DE, Wochenwerte), Rohdaten selbst gezogen am 19.07.2026 ↗ Google Trends 19.07.2026 ↩
- Quelle: Google Trends, ebd., Woche ab 12.07.2026 ↗ Google Trends 19.07.2026 ↩
- Quelle: Daikin, zitiert im Deutschen Handwerksblatt, Juli 2026 ↗ Handwerksblatt 07/2026 ↩
- Quelle: Verivox/Innofact-Umfrage, veröffentlicht 13.07.2026, n = 1.000, bevölkerungsrepräsentativ ↗ Verivox 13.07.2026 ↩
- Quelle: heise online, 23.06.2026, 12:32 Uhr, Datenbasis Live-Verfügbarkeitskarte ↗ heise 23.06.2026 ↩
- Quelle: dpa-Meldung, 15.07.2026 (Angaben Hornbach, Bauhaus, Expert, Euronics) ↗ dpa 15.07.2026 ↩
- Quelle: heise online, 23.06.2026 ↗ heise 23.06.2026 ↩
- Quelle: heise online, 15.07.2026, zitiert ITHome (unbestätigt) ↗ heise 15.07.2026 ↩
- Quelle: VDKF (Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe), via dpa-Meldung, 15.07.2026 ↗ VDKF/dpa 15.07.2026 ↩
- Quelle: ZVSHK-Frühjahrsumfrage unter ca. 1.690 Innungsbetrieben, Pressemitteilung 22.04.2026 ↗ ZVSHK 22.04.2026 ↩
- Quelle: ZVSHK-Frühjahrsumfrage, Pressemitteilung 22.04.2026 ↗ ZVSHK 22.04.2026 ↩
- Quelle: Negativbefund, geprüft gegen FGK-Veröffentlichungen und die VDKF-Konjunkturumfrage 2026 ↗ FGK/VDKF-Prüfung 19.07.2026 ↩
- Quelle: Fachverband Gebäude-Klima (FGK), via dpa, 15.07.2026 ↗ FGK/dpa 15.07.2026 ↩
- Quelle: Verordnung (EU) 2024/573, Artikel 11 Absatz 7 ↗ EU-F-Gas-VO 2024/573 ↩
- Quelle: § 5 und § 10 ChemKlimaschutzV (Neufassung 2026) ↗ ChemKlimaschutzV ↩
- Quelle: § 16 Abs. 2 Nr. 3 und 4 ChemKlimaschutzV i. V. m. § 26 Abs. 1 Nr. 7a, Abs. 3 ChemG ↗ ChemKlimaschutzV/ChemG ↩
- Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband, Ratgeber „Klimaanlage installieren“ ↗ Verbraucherzentrale ↩
- Quelle: KKA Kälte Klima Aktuell, 09.07.2024 ↗ KKA 09.07.2024 ↩
- Quelle: Midea, Gebrauchsanweisung PortaSplit: Kreislauf wird während der Herstellung versiegelt ↗ Midea-Handbuch ↩
- Quelle: Midea, Gebrauchsanweisung PortaSplit ↗ Midea-Handbuch ↩
- Quelle: Stiftung Warentest, Test mobiler Klimageräte ↗ Stiftung Warentest ↩
- Quelle: Stiftung Warentest, Test mobiler Klimageräte; Stromkosten-Umrechnung mit 40 ct/kWh ↗ Stiftung Warentest ↩
- Quelle: Verbraucherzentrale unter Berufung auf Stiftung Warentest ↗ Verbraucherzentrale/Warentest ↩
- Quelle: Verbraucherzentrale, ebd. ↗ Verbraucherzentrale/Warentest ↩
- Quelle: Bosch Home Comfort, Ratgeber „Klimaanlage tropft“ ↗ Bosch ↩
- Quelle: Bosch Home Comfort, ebd. ↗ Bosch ↩
- Quelle: Midea, Gebrauchsanweisung PortaSplit (Kondensatabführung über Schlauch am Außengerät, Ablassanschluss am Innengerät) ↗ Midea-Handbuch ↩
- Quelle: klimatechniker.net (Fachportal), marktübliche Spanne — verbandsbasierte Preislisten existieren öffentlich nicht ↗ klimatechniker.net ↩
- Quelle: klimatechniker.net, referenziert VDI 6022 ↗ klimatechniker.net ↩
- Quelle: ZVSHK-Jahresbilanz 2025, Pressemitteilung 04.05.2026 ↗ ZVSHK 04.05.2026 ↩
- Quelle: GEG § 74, Betreiberpflicht ↗ GEG § 74 ↩
- Quelle: Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik, Merkblatt zu VO (EU) 2024/573, Tabellen 1+3 ↗ BFS-Merkblatt ↩
- Quelle: Umweltbundesamt, FAQ zur F-Gas-Verordnung (Art. 4 Abs. 5 VO (EU) 2024/573) ↗ UBA-FAQ ↩
- Quelle: BFS-Merkblatt zu VO (EU) 2024/573 — 5 t CO2-Äquivalent bei GWP 675 = 7,41 kg ↗ BFS-Merkblatt ↩
- Quelle: Eneto (Fachhändler-Blog, sekundär) ↗ Eneto ↩
- Quelle: KfW, Produktseite Zuschuss 458 (Heizungsförderung für Privatpersonen), Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: KfW, Produktseite Zuschuss 458, Fördersätze, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: KfW, Produktseite Zuschuss 458, Bonus-Bedingungen, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: KfW, Produktseite Zuschuss 458: „maximal 70 % als Zuschuss“, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: KfW, Zuschuss 458, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: eigene Rechnung: 30 % von 30.000 € = 9.000 €. Grundlage: KfW-458-Produktseite, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: eigene Rechnung: 70 % von 30.000 € = 21.000 €. Grundlage: KfW-458-Produktseite, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: KfW, Beispielrechnung auf der 458-Produktseite (70 % von 25.000 € Kosten), Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: KfW, Produktseite „Heizungsförderung für Privatpersonen — Wohngebäude (458)“, Abruf 19.07.2026 ↗ KfW 458 ↩
- Quelle: BAFA, Wärmeerzeuger-Portal (WEP), Abruf 19.07.2026 ↗ BAFA WEP ↩
- Quelle: BAFA, Klima- und Kältetechnik, Abruf 19.07.2026: „Die Gültigkeit der Förderrichtlinie endet am 31.12.2026.“ ↗ BAFA Kälte-Klima ↩
- Quelle: BAFA, Klima- und Kältetechnik, Abruf 19.07.2026 ↗ BAFA Kälte-Klima ↩
- Quelle: Kälte-Klima-Richtlinie 2024, Nr. 3 ↗ Kälte-Klima-RL 2024 ↩
- Quelle: VO (EU) 2024/573, Anhang IV Nr. 9 ↗ EU-F-Gas-VO 2024/573 ↩
- Quelle: VO (EU) 2024/573, Anhang I Gruppe 1 ↗ EU-F-Gas-VO 2024/573 ↩
- Quelle: VO (EU) 2024/573, Anhang IV Nr. 9: Verbot betrifft das Inverkehrbringen ab 01.01.2029 ↗ EU-F-Gas-VO 2024/573 ↩
- Quelle: DWD, „Basisfakten zum Klimawandel“, abgerufen 19.07.2026 — „Die Anzahl der ‚Heißen Tage‘ … hat sich seit den 1950er Jahren von etwa vier Tagen pro Jahr auf derzeit durchschnittlich zwölf Tagen pro Jahr verdreifacht.“ ↗ DWD Basisfakten ↩
- Quelle: DWD, Klimastatusbericht 2025 (Redaktionsschluss 25.03.2026) — über 11 Heiße Tage und 43 Sommertage im Deutschlandmittel ↗ DWD Klimastatusbericht 2025 ↩
- Quelle: DWD, Klimaüberwachung Deutschland, abgerufen 19.07.2026 — im gesamten Zeitraum 1983–2022 wurde die Marke 40-mal überschritten ↗ DWD Klimaüberwachung ↩
- Quelle: DWD-Pressemitteilung, 25.06.2026, Zitat Tobias Fuchs, DWD-Vorstand Klima und Umwelt ↗ DWD-PM 25.06.2026 ↩
- Quelle: Umweltbundesamt, „Trends der Lufttemperatur“, Stand 30.03.2026 — „Klimamodellierungen zeigen, dass zukünftig in Deutschland mit einer steigenden Anzahl Heißer Tage im Sommer und länger anhaltenden Hitzeperioden zu rechnen ist.“ ↗ UBA ↩
- Quelle: Destatis, „Zahl der Woche“ Nr. 33, 12.08.2025 — +75,1 %, Produktionswert rund 1,5 Mrd. € ↗ Destatis 12.08.2025 ↩
- Quelle: Si (SHK-Fachpresse), 14.07.2026 — Daikin-Empfehlung Nebensaison ↗ Si 14.07.2026 ↩
- Quelle: Deutsches Handwerksblatt, Juli 2026 (Angaben Daikin/FGK) ↗ Handwerksblatt 07/2026 ↩
- Quelle: DWD, Saisonale Klimavorhersage, Stand 18.05.2026, S. 1 ↗ DWD Saisonvorhersage 05/2026 ↩
- Quelle: Deutscher Bundestag, Textarchiv KW 26/2026 und Drucksache 21/6464 ↗ Bundestag KW 26 ↩
- Quelle: Bundestags-Drucksache 21/6464, 11.06.2026, unter Verweis auf Bt-Drs. 21/664 ↗ Bt-Drs. 21/6464 ↩
- Quelle: GDA-Betriebsbefragung 2023/24, zitiert in Bt-Drs. 21/6464 ↗ GDA via Bt-Drs. 21/6464 ↩
